Plädoyer für Multichannel eCommerce Schnittstellen zu Marktplätzen

Zum Thema Multichannel wurde in der Vergangenheit viel geschrieben. Ich möchte mich hier aber einmal mit einer spezielleren Ausprägung nämlich dem Fokus eCommerce und dem Multichannel Gedanke innerhalb des eCommerce befassen.

Was ist eigentlich Multichannel eCommerce nun genau?

Aus meiner Sicht sind grundsätzlich 2 Bereiche zu separieren, die teilweise natürlich eng zusammenhängen aber wohl zu separieren sind.

1) Multichannel eCommerce -> Vertriebsplattformen (amazon & Co)
2) Multichannel eCommerce -> Online-Marketing (eigener Shop)
3) Multichannel eCommerce -> Offline Verkauf (POS)

Das Thema Multichannel Online-Marketing habe ich im Artikel Online-Marketing Channels behandelt.

Zum Themenkomplex der Vertriebsplattformen möchte ich aus gegebenem Anlass – Launch eines Neues Players (brickfox) im Markt, der eine sog. Middelware zum Themenkomplex des Multichannel eCommerce -> Vetriebsplattformen entwickelt hat – einige Ãœberlegungen geben.

Mail-Order-World 2009

Mail-Order-World 2009

Wenn man heute im Versandhandel tätig werden möchte oder ist dann stellt sich immer wieder die Frage nach weiteren Absatzkanälen = Vertriebsplattformen, die ähnlich wie der eigene = Online-Shop Absatzkanal direkt Verkaufen, denn Marktplätze wie amazon und Co sind Möglichkeiten um eigentlich mit wenig Bordmitteln (ohne eigenes Payment, ohne Entwicklung eines eigenen Shops, ohne großen Customer Care, ohne Investment in Online-Marketing, ohne viel Risiko) einen Markteintrtt gleich mit Verkaufs-Volumen zu Beginn zu realisieren. Und das eben mit Fokus auf Produktsortiment (Beschreibung, Auswahl, Preis, Bilder), Produktqualität, Versandprozesse und Logistik. Doch wenn man dies mal von dieser Sicht her betrachtet, dann wäre es eigentlich sinnvoll in Schritt 1 die bestehenden Marktplätze und Vertriebsplattformen von denen es zahlreiche gibt wie: amaton, ebay, ricardo (CH), tradoria, yatego, gimmahot, pixmania, hitmeister, zentralverkauf, etc, schnell, einfach und ohne große Initialaufwände anzubinden. Anzubinden eben an die eigenen Kernsysteme wie Warenwirtschaft, bzw. den eigenen Online-Shop. Bei über 40 Marktplätzen und Vertriebsplattformen ergeben sich ungeahnte Potentiale in Reichweiten, Umsätzen und dies rein durch die Anbindung dieser Plattformen per Schnittstellen. Das muss man erst einmal durch seinen eigenen Shop + Online-Marketing erreichen, was in kurzen Zeiträumen ohne große Investitionen wohl nicht möglich sein wird, es sei denn man hat ein exklusives Nischenprodukt.

Ich persönlich progostitiiere, dass gerade für den breiten Mittelstand, der gerade das Thema eCommerce mit eigenem Shop am hochziehen ist der Weg Richtung amazon und Co eine Refinanzierung von anfänglichen Investitionskosten in Shop, Online-Marketing und Setup von Logistikprozessen sein kann und deshalb nicht an zweiter sondern eigentlich an erster Stelle stehen muss.

Posted on 19.10.2009 in Branche

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About the Author

Stephan Sigloch ist mehrfacher Gründer und erfolgreicher Unternehmer. Seit seinem ersten Webprojekt 2006 ist er dem Online Business verschworen. Zahlreiche Vorträge und Zertifizierungen sowie über 200 Projekte aus Online Marketing, Usability und E-Commerce hat er begleitet und tut dies derzeit noch bei seinen aktuellen Engagements.

Responses (2)

  1. Uli Häfele
    20.10.2009 at 19:12 · Antworten

    Die Behauptung, dass Multichannel eCommerce an erster Stelle stehen muß, ist sehr gewagt. Im ersten Moment dachte ich daran hier ein flammendes Plädoyer für den eigenen Online Shop zu halten. Aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann kann das Stimmen.
    Man kann sogar noch einen Schritt weiter gehen. Wozu die Kosten für den Online Shop oder Online Marketing überhaupt schultern, wenn ich das für reinen „Transaktion-Share“ über Amazon erreichen kann.
    Diese These ist mir dann aber doch zu wild….

    Auf jeden Fall ein guter Gedankengang!

  2. sigloch
    20.10.2009 at 22:27 · Antworten

    In der Tat soweit sollte man wohl nicht gehen aber ich denke gerade um auch den Markt mit seinem Sortiment und Produkt zu testen ist das Thema gerade auch ohne eigenen Shop schnell und unkomplizierter lösbar eben zunächst rein über Vertriebsplattformen um nicht gleich im Sumpf von Technik (Shop) und Marketing (AdWords und Co) stecken zu bleiben und sich auch zunächst auf Logistik, Produkt und ERP konzentrieren zu können.

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